Mittwoch, 4. April 2012

Und dann doch auch ein Muster

Es waren natürlich die Punkte, die es mir angetan hatten.
Es ist ganz interessant zu sehen, wie man mit dem gleichen Stich einen völlig anderen Effekt erzielen kann.
Und wie schön diese sehr verschiedenen Teile dadurch ineinander übergehen.
Mich überrascht, dass sich das ganz normale Allzweck-Nähgarn so dicht nebeneinander gearbeitet, weich und glatt wie Seide anfühlt. Zusammen mit der Struktur der Stiche selbst und der Veränderung des Stoffs, ist das tatsächlich sehr besonders. 

Dienstag, 3. April 2012

Vom Kuchen backen und Kleider nähen

Heute bin ich um 4 Uhr morgens aufgewacht.
Niesen, Naselaufen, wieder einschlafen unmöglich.
Eine Stunde später habe ich es gut sein zu lassen.
Aufstehen, duschen, anziehen.
Eine weitere Stunde später war ich dann so müde,
dass ich mich wieder hinlegen musste.
Und dann hatte ich den besten Traum überhaupt:

Ich  hatte ein neues Kuchenrezept ausprobiert.
Für einen Schokoladenkuchen.
Mit einer hellen Creme-Sahne-Glasur.
Und Kirschen waren auch noch mit drauf.
Und als der Kuchen schon fertig war, konnte ich laut Rezept, ganz nebenbei, aus der Rührschüssel mit den Teigresten, ein neues handgenähtes Kleid ziehen, einfach so, praktisch im selben Vorgang hergestellt, nur durch ein bißchen herumkneten in den Teigresten.
Ehrlich, ich war überglücklich.
Ein Kuchen UND ein neues Kleid!
Wahnsinn.

Das Kleid bestand aus einem Unterkleid, mauvefarben (wahrscheinlich eine Mischung aus den Kirschen und der Schokolade), ganz zart und weich. Und das Überkleid war aus einem festen, durchscheinenden, weißen Gewebe, ähnlich wie Taft (vermutlich eine Mischung aus steifgeschlagener Sahne und Eischnee). Es sah ein bißchen nach Alexander McQueen aus.
Natürlich passte das Kleid wie angegossen.
Noch im Traum war ich so fasziniert, dass ich das Rezept nicht aus der Hand gegeben habe, während ich noch übliches anderes Traumzeugs erledigen musste.

Nach dem Aufwachen habe ich direkt dem Herrn Doktor davon erzählt, der sich eher für den Kuchen interessiert hat. Aber ich glaube, er konnte auch meine Begeisterung in Bezug auf den potenziell neuen Herstellungsprozess handgenähter Kleider nachvollziehen.

Ich wünschte ich hätte das Rezept mit herüber retten können.

Sonntag, 1. April 2012

Der Lappen aufgespannt im Rahmen

und mit den ersten Stichen angefangen.
Ich habe nicht wirklich einen Plan,
eher Lust zum Ausprobieren.
Mal sehen, wohin es führt.
Zuerst werde ich weiter mit Ajourstichen arbeiten:
der feine Stoff lässt sie unpassend und mühsam erscheinen.
Die entstehende Brüchigkeit passt aber wiederum sehr gut.
Das kleine Stück dort oben macht ca. 3,5 cm aus.

Ein buchstäbliches Highlight war die Entdeckung
meiner Klemmlupe mit Beleuchtung.
Plötzlich konnte ich tatsächlich die einzelnen Fäden sehen!
Mit Ajourstickerei habe ich seit fast 2 Jahren nicht mehr gearbeitet. Sie hat etwas sehr einengendes, wenn man sie traditionell zur Mustergebung verwendet. Andererseits gefällt mir die Arbeit der Stiche und die tatsächliche Veränderung des Stoffes an sich, so wie ich sie jetzt benutze. Ich bin sehr gespannt, wie die Struktur des Tuchs sich tatsächlich dadurch verändert haben wird, wenn ich es aus dem Rahmen nehme.