Montag, 31. Januar 2011

Materialbeschaffung

Feine und leichte Materialien haben es mir besonders angetan. Bei Teebeutelpapier fügen die Verfärbungen und Gebrauchsspuren noch einen interessanten Charakter von Verschleiß und Zerfall hinzu.

Je nach Sorte erhält man aus einem Beutel eine ca. 10x15 cm große Lage. Sie sind hauchzart und transparent mit einer eher rauen Griffigkeit. Sie eignen sich für textile Techniken, als Mal- oder Zeichenuntergrund und für Strukturmanipulationen aller Art, da sie sich einfach weiterverarbeiten lassen. Sie sehen schön aus und fühlen sich noch besser an.

Es eignen sich vor allem Bio-Tees, da hier die Beutel meistens aus pflanzlichen Fasern und nicht künstlich sind. Außerdem werden statt Metallklemmen oft Fäden zum Verschließen verwendet, was das Auftrennen erleichtert. Je nach Teesorte erhält man unterschiedliche Färbungen. Ich bevorzuge Kräuter- oder Schwarztee, um eine typische gelbliche Färbung zu bekommen. Rote Früchtetees färben irgendwie immer traurig grau schmutzig.
Nach dem Aufkochen des Tees den Beutel erst gut durchtrocknen, da er im feuchten Zustand leicht reißt oder Feuchtigkeitsflecken bekommen könnte. Ich spüle die Beutel vorher immer noch einmal kurz ab, damit der Tee nicht zu stark färbt und trockne mit Küchenpapier auf der Heizung. Es empfiehlt sich ein paar Beutel zu sammeln, die man dann zusammen weiterverarbeiten kann.

Aus den trockenen Beuteln kann dann der Tee entfernt werden. An den gefalteten Rändern muss man beim Öffnen aufpassen, die reißen schnell. Ich wasche die Lagen dann immer auch noch einmal in handwarmen Wasser durch, um angetrocknete Teereste zu entfernen. Auch die Verfärbungen werden dadurch verwässert und werden eher Teil des Papiers, aber auch das ist Geschmackssache.

Nach dem Waschen sind die Lagen verknittert und die Ränder sind noch eingeknickt, darum auf der heißesten Stufe mit Dampf bügeln und vor allem auch die Ränder auseinander glätten.
Seitdem ich diesen neuen Stapel aus 200 Teebeuteln vor mir liegen habe, träume ich persönlich ja auch von einem luftigen Kleid aus diesem Material. Aber nix für Regentage.

Dienstag, 11. Januar 2011

Gestern Nacht habe ich einen Berg aus Papiertaschentüchern neben meinem Bett gebaut. Das Bild ist so unscharf und fast abstrakt, als wollte es etwas anderes sein. Wahrscheinlich kommt das von den Dämpfen der Erkältungsbäder. Oder zu viel heiße Milch mit Honig. Oder weil ich zu viel Fraggles schaue, ein paar DVD's habe ich zu Weihnachten bekommen. Ich habe auch eine neue Lieblingsfarbkombination, basierend auf Boober Fraggle, die in einer Stickerei sehr hübsch sein könnte:

Sonntag, 2. Januar 2011

Silvesterraketen vor meinem Fenster.