Mittwoch, 10. November 2010

Aus 3 wird 1

Und dann bin ich auf einem Kissen kniend um die Decke herumgerutscht um die Lagen zusammenzuheften.
Die Rolle lila Heftgarn ist jetzt alle und meine Fingerspitzen ziemlich zerstochen.
Es war ein gutes Gefühl, das Kreppband abzumachen, dass die drei Lagen während des Heftens in ihrer Position gehalten hat, und endlich einen Eindruck davon zu bekommen, wie sich die Decke wirklich anfühlen wird, wie schwer sie ist, wie sie sich bewegt, wie sich Motiv und Rückseite dabei verhalten. Schließlich wird die Decke in Zukunft selten ausgebreitet auf dem Boden liegen.

Sonntag, 7. November 2010

Der perfekte Kalender

ist mir neulich zufällig beim Papiereinkauf begegnet:
  • schönes glattes leicht eingefärbtes Papier
  • schmal und leicht
  • eine Woche auf einem Blatt, mit viel Platz für Notizen
  • Wochenzählung
  • komplette Jahresübersicht (auch fürs Folgejahr)
  • Lesebändchen in hübscher Farbe
  • alle Feiertage (auch jüdische und islamische)
  • Einträge von Neumond und Vollmond
  • Jede Menge freie Seiten am Ende
Den Kalender gibt es hier.

Samstag, 6. November 2010

Ein Nachmittag

und die Unterseite ist fertig.
Folgende Überlegungen waren vorher zu treffen:
  • Das Quilten auf der Oberseite besteht aus Linien auf der Bordüre, Umrandungen der Applikationen und Einzelstiche auf den freien Flächen. Das bedeutet, dass auf der Unterseite ein ziemliches Durcheinander von Stichmustern zu sehen sein wird. Ein unifarbener Stoff kam daher eher nicht in Frage.
  • Ich wollte gerne die Stoffe der Bordüre verwenden, hatte von den einzelnen Mustern aber sehr unterschiedliche Mengen zur Verfügung. Die Berechnung des Stoffverbrauchs für Patchworkblöcke war (meiner Rechenlustlosigkeit geschuldet) also auch keine Option.
Einen Abend lang habe ich mich sogar mit einem karierten Papier und einer Tasse Tee hingesetzt und versucht eine interessante Rechteck-/Quadratverteilung anhand der vorgegebenen Fläche des Vorderteils zu finden.

Was soll ich sagen, letztendlich habe ich dann heute einfach alle vorhandenen Stoffstücke gebügelt und ihnen gerade Kanten verpasst. Die kleinsten Stücke habe ich als Breitenvorgabe für die ersten Reihen festgelegt. Aus den größeren Stoffstücken wurden dann Teile geschnitten und angepasst, bis ich die vorgegebene Größe des Vorderteils erreicht hatte.

Schnelle Fortschritte sind zur Zeit durchaus gern gesehen.
Am schönsten war das Umbügeln der Stoffkanten. Wenn die Naht so "einrutscht" und die beiden Patchworkteile tatsächlich mehr Einheit als Einzelstück sind.

Morgen beginnt also Phase III: es wird gequiltet.
Und das ist der Punkt vor dem ich den meisten Respekt habe.
Größtenteils, weil ich es noch nie ausprobiert habe, klar. Wär halt schon blöd jetzt alles zu ruinieren (was aber sowieso dann eher noch in Phase IV passieren wird, Murphy's Law, klar).
Und weil es wahrscheinlich wieder ein unübersichtlicher, nicht einzuschätzender, zeitfressender Prozess sein wird.
Und weil ich immer noch nicht weiß, welches Quiltgarn ich benutzen soll.
Und weil ich überhaupt nicht gern mit großen Stoffteilen hantiere, schon gar nicht mit drei großen Stoffteilen gleichzeitig (ja, ich weiß, hätt ich mir mal vorher überlegen sollen, Decke nähen, alles klar).

Und trotz alledem bin ich positiv gestimmt.
Das liegt wahrscheinlich an den schönen Farben.
Ist die Decke erst mal fertig, wird sie ihren Zweck sehr sehr gut erfüllen und auch optisch schön warm halten.
Ganz ganz bestimmt.

Dienstag, 2. November 2010

Die Deckenoberseite ist fertig

Am 1. November habe ich die letzte Blüte aufgenäht:

Das bedeutet, Phase I von IV ist vollbracht.
Es folgt Phase II: die Unterseite.

Montag, 1. November 2010