Freitag, 30. Juli 2010

Neues Notizheft für den Spätsommer

Gemacht nach der selben Methode wie die letzten Heftchen. Nur ein größeres Format und mehr Seiten, die hoffentlich hoffentlich bis November reichen. Damit es trotzdem stabil genug bleibt, wurden die Seiten diesmal mehrmals zusammengenäht.
Das Kreppband soll später beschriftet werden. Als Umschlagbild dient wieder ein alter Katalog. Das Vögelchen ist ein bereits einmal benutztes Bügelbild von Sukie.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Was habe ich mir nur gedacht?

Habe ich mich des öfteren gefragt, als ich die Stoffstücke für die erste Testblumenapplikation vorbereitet habe.
Mit dem Heften bin ich auch nie warm geworden und meistens lasse ich es ganz sein. Aber irgendwie will ich dieses Mal alles richtig und schön nach Anleitung machen. Immerhin habe ich so eine Verwendung für den komischen lila Faden gefunden.
Mal sehen wann ich den Mut fasse, mit dem festnähen anzufangen.

Freitag, 16. Juli 2010

Wie geplant

schreiten die Dekorationen der Deckenvorderseite voran.
Dank des vielen Sonnenlichts in den letzten Tagen war das Durchzeichnen der Stickvorlage kein Problem, vor allem da die Blumen sowieso schon nicht mehr auf der Fensterbank stehen, da bei jedem nahenden Sommergewitter schnellstmöglich die Fenster aufgerissen werden müssen.
Eine kleinere Änderung gab es dann doch noch, statt des geplanten hellsonnengelben Sticktwist wurde jetzt doch warme goldgelbe Stickwolle benutzt, viel wärmeres Feeling.
Die Stickerei war eine willkommene Abwechslung, nachdem ich die Vorlage für die Applikationen eingscannt, hochskaliert und auf 20 DIN A4 Blätter ausgedruckt hatte. Das war eine ganze Menge geschnippel und aneinandergeklebe. Und dann kam natürlich der größte Spaß, alle 36 Einzelteile der Applikation abpausen, durchnummerieren, ausschneiden, dann auf Pappe übertragen und wieder ausschneiden. Danach konnte ich die Teile nicht mehr sehen. Ich weiß nicht, ob der Aufwand normal ist, oder ob ich irgendwas falsch verstanden habe. Aber es wird schon.
Als nächstes steht also ein Testlauf mit den Applikationen an, und ich freu mich schon, wenn das Oberteil der Decke endlich nicht mehr ausschließlich grau ist.

Freitag, 9. Juli 2010

Die Einzelteile fügen sich zusammen

und ich bin ganz zufrieden damit, wie die Farben miteinander harmonieren. Und jetzt kommt ja auch der noch spannendere Teil, nämlich die Entscheidung, wie ich die große graue Fläche da in der Mitte ausfüllen soll.
Laut meiner Vorlage soll da ja ein Vögelchen auf einem Ast sitzen, dem ein paar Blümchen um die Öhrchen schweben. Ehrlich gesagt war ich nie so ein Fan von naiven Natur Darstellungen. Andererseits ist der Vogel schon in Ordnung und Blümchen und Blätter sind ja schon mein Ding. Wir werden sehen.
Rückblickend kann ich immer noch nicht sagen, ob mir dieses Patchworken tatsächlich gefällt. Das Planen macht Spaß, die Stoffauswahl, die Kombinationsmöglichkeiten und Ausprobieren wie welche Teile zusammenpassen und wie man welche Wirkung erzielen kann. Und natürlich dann nach dem endlosen aneinanderfügen das Resultat zu sehen. Ein kunterbuntes Durcheinanderresultat, da bin ich schon für zu haben. Aber dieses ganze Messen und Schneiden und Anpassen und Stecken und das andauernde Nähte umbügeln!
Egal. Das passende Stickgarn für die Ecken habe ich gefunden und damit werde ich dann jetzt auch weitermachen, Vorlagengetreu, wahrscheinlich.
Die Aussicht auf das Quilten verwirrt mich jetzt schon. Ich weiß nicht welche Garnfarbe ich nehmen soll. Passend Gelb, damit es noch bunter wird? Oder nehmen gelbe Quiltnähte zu viel Aufmerksamkeit von der Bordüre? Also doch lieber neutrales Garn? Oder neutrales Garn für die Bordüre und gelbes Garn für das Mittelteil?
Fragen über Fragen.

Mittwoch, 7. Juli 2010

Decke drüber

Seit ein paar Monaten ist alles seltsam, stressig und nervenaufreibend. Irgendwie bin ich nun zu dem Schluss gekommen, dass genau jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um mit einem neuen komplexen, zeitaufwendigen, unüberschaubaren, platzfressenden Projekt anzufangen.

Seit ein paar Jahren steht das Buch Quilt: Patchwork & Applique in meinem Schrank und ab und zu hab ich mir die Bilder angeschaut, habe die Anleitungen überflogen und es wieder weggestellt, hübsch, aber viel zu kompliziert. Eine Decke hatte es mir immer besonders angetan, weil sie einfache geometrische Patchworkblöcke mit naiven Applikationen verbindet und was zu sticken gibt es auch noch. Sie hat etwas klassisches und zugleich modernes und sieht nicht so super ernstgemeint wie viele andere Quilts aus. Zudem ist sie deutlich kleiner als alle anderen Decken in dem Buch und erscheint noch am ehesten "machbar":
Meine Geschichte ist jetzt, dass ich sie gut als Schutz für meinen Sessel gebrauchen kann und deswegen nähe ich sie jetzt halt. Kann ja so schwierig nun auch wieder nicht sein.

Am Sonntag habe ich also angefangen Stoffe auszuwählen, zu waschen und zu bügeln. Für die Bordüre benutze ich alte Baumwolldruckstoffe, die ich mal aus Amerika geschickt bekommen habe und auch für einen solchen Zweck gedacht hatte. Für den Uni-Stoff nehme ich ein IKEA Baumwollbettlaken und ich plane ein Baumwollvlies zwischenzufassen, das muss ich aber noch besorgen.
Am Montagabend habe ich dann mit dem schneiden der Baumwolldruckstoffdreiecke für die Bordüre begonnen.
Am Dienstag hatte ich dann alle Blöcke fertig und konnte die Bordüren zusammennähen. Ich habe die Vorlage abgewandelt und benutze für alle Bordüren Quadrate, die aus 4 Dreiecken zusammengesetzt sind. Das ist bunter und chaotischer ergo besser.
Die Eckquadrate aus dem Unistoff sind auch fertig und angenäht. Für das Zuschneiden des Innenteils brauchte ich dann schon zwei Anläufe, weil ich die Maße aus dem Buch übernommen hatte, mit denen meine Arbeit aber schon nicht mehr übereinstimmt. Außerdem arbeite ich überhaupt nicht gerne mit Stoffstücken, die eine Seitenlänge von 80 cm überschreiten. Immerhin habe ich es geschafft, die beiden Längsbordüren anzunähen, musste aber auch eine wieder abtrennen, das Mittelteil nocheinmal um zwei Zentimeter kürzen, und dann wieder annähen, weil die Kanten der anderen beiden Bordüren einfach nicht passen wollten. Für Fotos war es danach zu dunkel. Solltet ihr nichts mehr von diesem Projekt lesesn, habe ich vermutlich aufgegeben.